Montag, 7. August 2017

Hiroshimatag 2017

Zu der diesjährigen Mahn- und Gedenkveranstaltung zum 72. Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima fanden sich ca. 60 Friedensfreunde bei unserem Mahnmal am Beueler Rheinufer ein.

Nach dem Auslegen der Blumen und der Schweigeminute richtete Bürgermeister Reinhard Limbach sich mit einem sehr persönlichen und beeindruckenden Grußwort an die Versammelten, wobei er ausdrücklich auf die Wichtigkeit der Zugehörigkeit zu den Mayors for Peace als UN-Standort hinwies.
„Ich danke der Friedensinitiative Beuel und ihren Partnern von „Ärzte gegen den Atomkrieg“ und aus der „Deutschen Friedensgesellschaft“, die alljährlich einlädt, der Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zu gedenken. Die Erinnerung an Hiroshima ist lebendig. Deshalb wollen wir gemeinsam ein Zeichen für den Frieden setzen. Wir hoffen, dass wir mit vereinten Kräften dazu beitragen können, dass Hiroshima sich niemals wiederholt. Dass wir mit unserem Mut und unserer Leidenschaft dafür sorgen können, dass Frieden überall Leitbild politischen Handelns wird. Gerade in diesen Tagen zeigt sich wieder an vielen Orten der Welt, das Frieden nottut.“






Ulrike Lehmann (IPPNW) wies in ihrem Beitrag auf die besondere Verantwortung der Ärzte hin:



Wir stehen hier am Gedenkstein für die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die sich vor 72 Jahren ereigneten.
Der zweite Weltkrieg mit seinen mehr als 50 Millionen Toten fand damit sein Ende.
Mindestens 186 000 Tote hatte die maßlose Zerstörung der Hiroshimabombe zur Folge, die auf Nagasaki mindestens 50 000.
Die überlebenden verstrahlten Opfer dieser Bombadierung ... mehr lesen





Knut Kornau (Friedensini Beuel) nahm Bertolt Brechts Forderung „Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!“ als Leitmotiv für seinen Beitrag "Atomwaffen abschaffen":


Bei meiner Vorbereitung auf den heutigen Redebeitrag bin ich auf das folgende Brecht Zitat gestoßen, dass er 1952 - 7 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki und 3 Jahre nach dem ersten erfolgreichen Nukleartest der Sowjetunion - an den Wiener Völkerkongress für den Frieden gerichtet hat:
„Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz. ... mehr lesen



Guido Grünewald (DFG-VK) trug anschließend das eindringliche Grußwort der Hibakusha vor, in dem sie als großen Schritt vorwaärts den Beschluss der UNO-Vollversammlung zur Ächtung aller Atomwaffen befrüßten und uns alle aufforderten, nicht nachzulassen im Kampf zur Abschaffung der menschenverachtenden Atomwaffen.



Im letzten Beitrag widmete sich Robert Nicoll (Friedensini Beuel) der Ziwespältigkeit der Politik der Europäischen Union:



Liebe Friedensfreunde,
erinnern wir uns: Im Jahr 2012 wurde der Europäischen Union der Friedensnobelpreis verliehen für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa. Aber wie sieht die Realiätä seit 2012 aus?
Just am Tag der Amtseinführung Donald Trumps, also am 20. Januar 2017, veröffentlichte die Bundesregierung ihren Bericht über deutsche Waffenexporte im Jahr 2016, der den zweithöchsten Wert an Rüstungsausfuhren aller Zeiten aufweist. Damit nicht genug:
Unter den 10 größten Rüstungsexporteuren befinden sich nicht weniger als 5 EU-Staaten … mehr lesen


Zum Abschluss der Veranstaltung sangen die Teilnehmer zusammen mit der Gesangsgruppe "Hand in Hand" das Lied "Traum vom Frieden".

Gegenüber der Printausgabe gekürzter Beitrag der Online-Ausgabe des General-Anzeiger

Bilder

Bilder vom Netzwerk Friedenskooperative